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Wer hilft Obelix?

 

Obelix ist ein lebhafter junger Rüde mit Charakter 

Der Basenji-Mischling Obelix kommt aus der Slowakei. Er wurde in einem Abfallbehälter in einer Roma-Siedlung in der Nähe von Košice  gefunden. Es herrschte große Hitze, und wenn es nicht einen aufmerksamen Bürger gegeben hätte, der das arme Tier entdeckte, wäre er wahrscheinlich erstickt.

Obelix ist ein junger weiß-brauner  Basenji-Mischling mit mandelförmigen Augen. Er ist ein liebenswerter, aufgeweckter aktiver Rüde, sehr wißbegierig  und aufmerksam. Er mag seine Artgenossen und tobt gern mit ihnen. Obelix  mag vor allem Wasser, im Sommer ist er mehr im Wasser als am Boden. Kinder mag er gern, sie sollten aber standfest sein, da Obelix manchmal etwas stürmisch ist. Er wäre am liebsten bei einer Einzelperson, der er treu und ergeben wäre. Obelix kann gut an der Leine laufen, sollte aber auch einen Garten haben und viel Auslauf. Obelix ist stubenrein, fährt gut und gern im Auto mit und kann einige Zeit allein bleiben.

Obelix ist als Basenji-Mix Fremden gegenüber mißtrauisch und zurückhaltend. Er mag es nicht, von anderen als seiner „Leitperson“ Befehle zu bekommen. Obelix ist ein unabhängiger Hund, der behutsam und liebevoll erzogen werden muss. Denn Basenjis sind starke Hundepersönlichkeiten und eigenständig.

Für Obelix werden aktive und erfahrene Menschen gesucht, die ihn in die richtige Richtung führen und ihm alles geben, was sein Herz begehrt. Er wird der perfekte Partner im Leben sein.

Der hübsche Rüde wurde im Februar 2020 geboren und war seit dem 27.08.2020 im Tierheim von Košice. Er ist schlank und wiegt bei einer Größe von 53 cm nur 19 kg. Er ist geimpft, gechipt und kastriert. Vor der Ausreise bekam er  einen Blutschnelltest mit negativen Ergebnissen.

Bitte melden Sie sich beim ITV Grenzenlos, wenn Sie Obelix helfen möchten, ein neues Zuhause zu finden:  05071 – 4126  oder 0162 9809498.


20 Jahre Auslandstierschutz – der Internationale Tierschutzverein Grenzenlos feiert Geburtstag 

 

Seit 20 Jahren hilft der ITV Grenzenlos Tieren im Ausland und sucht hier ein neues Zuhause für sie. Wir blicken zurück und schauen voraus.

Wie es begann

Die Geschichte des ITV Grenzenlos e.V. beginnt auf der spanischen Balearen – Insel Menorca. Zwischen 1994 und 1997 lebten Dr. Helga Körnig und Eckhard Reis auf der Ferieninsel. Dort wurden sie erstmals hautnah mit dem Leid streunender Tiere – Hunde und Katzen – konfrontiert. Besonders brutal war das Schicksal der vielen Katzen: Sie vermehrten sich ungebremst, litten im Winter, wenn keine Touristen da waren, Hunger und wurden im Frühjahr vor Beginn der Saison in großer Zahl umgebracht, um „saubere Hotelanlagen“ präsentieren zu können. Helga und Eckhard wollten helfen. Sie initiierten die Gründung eines Tierschutzvereins und holten junge deutsche Tierärztinnen auf die Insel, die unter abenteuerlichen Bedingungen Katzen kastrierten. Des weiteren  konnten sie bei der Inselregierung den Bau eines zweiten Tierheims in der Region Ciutadella erreichen. Sie haben es allerdings nicht geschafft, dass die politische Vorgabe, wonach (Streuner-) Tiere nach 21 Tagen getötet werden können, wenn sie nicht aus dem Tierheim abgeholt oder adoptiert werden, abgeschafft wird. Diese Erfahrung wirkt bis heute auf die Aktivitäten des ITV Grenzenlos zurück. Mit Vereinen, Tierheimen oder Kommunen, die Tiere töten, gibt es keine Kooperation!   Aber:  Auf Menorca  gibt es keine streunenden Hunde mehr, und viele Hunde werden auch von Spanier*innen adoptiert.

Der Internationale Tierschutzverein Grenzenlos e.V. wird gegründet

Zurück in Deutschland ließ der Gedanke an die vielen notleidenden Straßentiere in Südeuropa vor allem Helga Körnig nicht los. Sie wollte etwas tun. Helga knüpfte Kontakte zu Tierschützerinnen und Tierschützern im Ausland, zunächst in Spanien. Aus Granada kamen einzelne Hunde. Helga suchte Menschen im Raum Hannover, die diesen Tieren ein neues Zuhause geben wollten. Man traf sich am Flughafen in Langenhagen, die Hunde wurden vermittelt.

Dieses System stieß aber schnell an seine Grenzen. Helga schwebte schon zu dieser Zeit ein weitaus ambitionierteres Projekt vor: Ein eigener Verein sollte gegründet und ein eigenes Tierheim gebaut werden. Das Tierheim sollte ein echtes Kleinod im Hundertwasser Stil werden. Die erforderlichen sieben Leute zur Vereinsgründung waren bald gefunden, und am 23 Juni 2001 erblickte der Internationale Tierschutzverein Grenzenlos e.V. das Licht der Welt. Sitz des Vereins war – und ist – die Gemeinde Schwarmstedt. Satzungsgemäß stand der Auslandstierschutz in Süd – und Südosteuropa im Fokus des neuen Vereins. Ein Architekturbüro aus Braunschweig wurde beauftragt, einen Entwurf für das Hundertwasser Tierheim zu erarbeiten. Als auch schon ein Grundstück gefunden war, machte die Gemeinde Schwarmstedt unerwartet einen Strich durch die Rechnung: Die Bauvoranfrage wurde abgelehnt, da es sich um ein allein gelegenes Grundstück am Waldrand handele, wo Jäger sich vom Hundegebell gestört fühlen würden.  Der Verein legte das Tierheimvorhaben daraufhin auf Eis und widmete sich Tierschutzprojekten im Ausland und der Vermittlung von Tieren.

Die Vereinsarbeit nimmt Fahrt auf

In den Jahren nach der Gründung konnte der ITV Grenzenlos ein umfangreiches Netzwerk mit in- und ausländischen Partnern aufbauen. Dabei verlagerte sich der geografische Schwerpunkt der Aktivitäten mehr und mehr vom Süden  – nach Südost- und Osteuropa. Kastrationsprojekte wurden u.a. in Südportugal (mit Unterstützung des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V.  –ETN -), auf Malta, in der Slowakei und in Russland in der Kaliningrad (Königsberg) Region durchgeführt. Dabei hat uns die Empathie der russischen Menschen für ihre Tiere ganz besonders beeindruckt. Das Engagement junger Studentinnen und Studenten des Landwirtschaftlichen Kollegs in Gusev (Gumbinnen), die bei den Kastrationsaktionen mitarbeiteten, war außergewöhnlich.

In Malta und Sariyer/Istanbul hat unser Verein bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Tierheim gefördert und die Geräteausstattung in der Klinik des Tierheims verbessert. In Beykoz auf der asiatischen Seite des Bosporus haben wir ebenfalls den Hunden geholfen.

Allen Projekten lag dieselbe Vorgabe zugrunde, die auch heute noch unverändert gilt: Projekte werden nur auf der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen mit den Projektpartnern durchgeführt. Projektpartner können Tierheime, Tierschutzvereine oder auch Kommunen, aber keine Privatpersonen sein. Und auf keinen Fall darf die Kommune, in der ein Projekt realisiert werden soll, dem Vorhaben ablehnend gegenüberstehen. Die Projektpartner müssen sich verpflichten, keine Tiere zu töten, es sei denn, es liegen unabweisbare medizinische Gründe vor. Genau an diesem Punkt ist z.B. eine Zusammenarbeit mit der Stadt Charkow in der Ostukraine gescheitert. Die dortige Administration erklärte bei unserem Besuch unumwunden, auch weiterhin Straßenhunde zu töten. Daraufhin sind wir abgereist.

Seltsam sind Kooperationsbemühungen mit der Insel Lefkas in Griechenland verlaufen. Ein Mitglied des ITV Grenzenlos hat zahlreiche Gespräche mit Politik, Verwaltung und Veterinärmedizinern dort geführt. Sogar ein Tierschutzverein konnte gegründet werden. Lefkas sollte eine tierfreundliche Insel werden. Doch dann die Rolle rückwärts: alles stand still, das Projekt blieb stecken. Es liegt bis heute auf Eis, obwohl ein anderer deutscher Verein sich an den Kosten zum Bau eines Tierheimms beteiligen wollte.

Auch die Tiervermittlungen nahmen im Lauf der Zeit zu. Hunde aus La Palma, Malta, von der Algarve und aus Granada kamen mit Flugpaten zum ITV Grenzenlos. Sehr schnell wurde deutlich, dass der Verein doch ein Tierheim benötigte. Helga Körnig und Eckhard Reis kauften ein altes Bauernhaus in Essel im Heidekreis – das Gasthaus für Tiere. Die baulichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Hunden, insbesondere große gut eingezäunte Ausläufe mit festen Hundehäusern wurden geschaffen. Mit Hilfe des ETN konnte eine Tierpflegerin eingestellt werden. Vom zuständigen Landkreis wurde das Gasthaus für Tiere als tierheimähnliche Anlage anerkannt. Das war für die Vermittlungsarbeit ein großer Fortschritt.

Leider konnte der ITV Grenzenlos den Betrieb der tierheimähnlichen Anlage auf Dauer aus organisatorischen, finanziellen und personellen Gründen nicht aufrechterhalten. Die großen Ausläufe dienen heute als private Hundepension und sind verpachtet. Aber weiterhin kommen die Tiere aus dem Ausland hier an und werden von ihren neuen Familien  abgeholt. Außerdem finden die Vorstandssitzungen des Vereins regelmäßig im Gasthaus für Tiere statt.

Der ITV Grenzenlos heute

Projektarbeit und Tiervermittlungen stehen weiterhin im Zentrum der Arbeit des ITV Grenzenlos. Darüberhinaus beteiligt sich der Verein regelmäßig an aktuellen tierschutzpolitischen Diskussionen, z.B. gegen die Massentierhaltung und die Jagd, oder für den Schutz der Wölfe und ganz besonders auch für die Stärkung von Tierrechten.

In den 20 Jahren seines Bestehens hat der ITV Grenzenlos nahezu 2 000 Hunde in Deutschland und das benachbarte Ausland vermittelt. Die Tiere sind vor Verfolgung und Tötung durch tierfeindliche Regime in Sicherheit gebracht worden. In ihrer neuen Heimat haben sie viele Menschen glücklich gemacht.

Gegenwärtig vermittelt der ITV Grenzenlos Hunde vom Tierschutzverein U.V.P. in Kosice/Slowakei und aus dem Offenen Tierheim in Sisterea/Rumänien vom Verein SOS Dogs Romania. Mit beiden Vereinen gibt es eine jahrelange Zusammenarbeit, die sicherstellt, dass nur vermittlungsfähige Hunde zu uns kommen und dass alle EU – rechtlichen Vorgaben bei Vermittlung und Transport eingehalten werden.

Für die Hunde aus Rumänien ist Hilfe besonders wichtig. Hier hat sich im Lauf der Jahre beim Tierschutz nichts verbessert, im Gegenteil: Es ist schlimmer geworden. Straßenhunde werden eingefangen, gequält und getötet. Sie sind auf Gedeih und Verderb den individuellen Einstellungen von Ortsbürgermeistern ausgeliefert. Eine nationale Tierschutzpolitik gibt es in Rumänien nicht. Die EU sieht tatenlos zu.

Erfreulich hat sich die Projektarbeit entwickelt. Neben Kosice stehen die Stadt Osijek und ihr Umland im Südosten Kroatiens im Fokus der Projektarbeit. Zahlreiche Kastrationsaktionen für Hunde und auch für Katzen wurden in den vergangenen Jahren finanziert. Die Opera-tionen wurden in Kliniken vor Ort durchgeführt.

In einem Tierheim in der Gemeinde Koška hat der ITV Grenzenlos den Bau einer Quarantänestation bezahlt. Weitere Kastrations- und Baumaßnahmen in Kroatien könnten folgen, wenn ein geplanter Besuch von Vereinsmitgliedern vor Ort stattgefunden hat.

Was wünscht sich der ITV Grenzenlos zum Geburtstag?

Die Tierschutzarbeit hat uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie sehr Menschen Tiere quälen und misshandeln. Vor allem die Tiere, die wir herabwürdigend „Nutztiere“ nennen. Deshalb wünscht sich der ITV Grenzenlos vor allem eines: eine ethisch und moralisch runderneuerte Politik in allen Ländern der EU, die Tierschutz ernst nimmt und den Tieren ihre Rechte zurückgibt. Dazu sind nicht nur nationale Anstrengungen erforderlich, sondern eine gemeinschaftliche Tierschutzpolitik für alle Tiere, für Haustiere, für Wildtiere  und für die sogenannten Nutztiere, die diesen Namen auch verdient.

Und der ITV Grenzenlos wünscht sich Menschen, die begreifen lernen, dass alle Tiere, auch die „Nutztiere“ Freude an ihrem Leben haben möchten und dass die Tiere ein Recht haben, dieses Leben in Würde und Freiheit zu genießen.

Der ITV Grenzenlos dankt allen, die ihm bei seiner Arbeit geholfen, ihn finanziell unterstützt und über die Jahre hinweg die Treue gehalten haben.


Warum Tierschutz?

Seit Jahrzehnten sind weltweit TierschützerInnen theoretisch und praktisch aktiv, ihren Mitmenschen deutlich zu machen, dass Tiere zum Leben auf der Erde gehören. Ihr Wohlergehen und die durch die Evolution entstandene Vielzahl  der Arten sind der Reichtum der Natur. Ohne sie gäbe es keine genetische Fortentwicklung des Lebens mehr. Die Natur würde verarmen, und auch der Mensch würde ohne die Tierwelt aussterben. Die Abhängigkeiten voneinander sind zu groß.

Statt Tier- und Artenschutz ernst zu nehmen, hat überall auf der Welt die Ausbeutung, die Misshandlung und Quälerei und die Tötung von Tieren ein unvorstellbares Ausmaß angenommen, das nicht mehr erträglich ist. Die Mehrheit der Menschen verhält sich gegenüber dieser Entwicklung stumpfsinnig und uneinsichtig. Politiker interessiert das Wohlergehen der Tiere und ihr Schutz kaum.

Vor rund 20 Jahren bildeten sich zahlreiche Tier- und Naturschutzvereine in Deutschland, um auf dieses Dilemma aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Der „Internationale Tierschutzverein Grenzenlos e.V.“  wurde 2001 gegründet und widmete sich insbesondere der Verbesserung des oft unglaublich grausamen Schicksals der Hunde, insbesondere der Straßenhunde in Europa.

Der Hund – ein Tier, das sich im Verlauf der Geschichte  sehr eng an den Menschen angeschlossen hat und heute als Freund und Begleiter des Menschen einen festen Platz gefunden hat, wird vor allem in den süd- und osteuropäischen  Ländern oft missbraucht und aufs Übelste misshandelt. „Tierschutz“ existiert in diesen Ländern selten. Tierschutzvereine und Tierheime gibt es nur vereinzelt; nur allmählich wächst hier die Erkenntnis, dass den Straßenhunden geholfen werden muss.

Der ITV Grenzenlos hat überall dort, wo TierfreundInnen initiativ wurden und bereit waren, an der misslichen Situation etwas zu ändern und sich zu Vereinen zusammengeschlossen haben, versucht zu helfen. Wenn der Wunsch an den ITV Grenzenlos herangetragen wurde, beim Aufbau von Tierschutz.
Unterstützung zu leisten, wurden Projekte entwickelt und vor allem Kastrationsaktionen finanziert.
Wenn die zuständigen Behörden und PolitikerInnen  bereit waren, Kooperationen im Sinne des Tierschutzes zu fördern, konnte oft viel erreicht werden. Der ITV Grenzenlos konnte dann, wenn die Fortführung von einmal begonnenen Tierschutzmaßnahmen sichergestellt war, auf die
Eigenkräfte vor Ort vertrauen und weitere Finanzierungen einstellen: Tierschutz wurde etabliert. So wurde und wird weiterhin „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet. (s.  Projekte)

Im Zentrum der aktuellen Projekte stehen derzeit die vertraglich abgesicherten Kooperationen mit dem Verein  U.V.P. in Kosice/Slowakei; die langjährige Zusammenarbeit mit der Stiftung FPCC in Oradea/ Rumänien und die neue im Sinne von Tierschutz äußerst erfolgreiche  Zusammenarbeit mit dem Verein Udruga Pobjede in Osijek/Kroatien, aus der sich vielfältige neue Initiativen im Umfeld von Osijek entwickelt haben. (s.  Partner)

Immer geht es um Kastrationen, um die Vermeidung von unerwünschtem Welpennachwuchs und grausamen Tötungen sowie um die Bildung von Vereinen und den Ausbau von Tierheimen. In anderen Ländern standen auch andere Themen im Vordergrund der Förderung – wie die Ausstattung von Tierkliniken, die Rettung von bedrohten Streunerhunden, die Einrichtung einer Quarantänestation, der Erwerb eines Transporters.

Die Vermittlung von Hunden aus den überfüllten Tierheimen der Partner hilft, die große Zahl der Tiere in diesen Einrichtungen zu reduzieren und auch älteren und behinderten Hunden noch eine Chance auf ein artgerechtes Leben zu geben. (s. Unsere Hunde).

Wenn es gelingt, damit vor Ort Vorurteile gegenüber Arten- und Tierschutz abzubauen und ethische Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber der immensen Bedeutung der Tiere für die menschliche Gesellschaft und ihr Überleben positiv zu ändern, wird etwas bewegt. Bleibt übrig, damit endlich auch PolitikerInnen zu erreichen, die rechtlichen und praktischen Voraussetzungen für einen adäquaten Umgang mit den Tieren zu schaffen.