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ITV Grenzenlos Mitglieder haben Rumänien besucht

Vom 19. Bis zum 22.10.2016 haben Mitglieder und Gäste des ITV Grenzenlos Rumänien besucht. Auf dem Programm stand eine Besichtigung des öffentlichen Tierheims der Stadt Oradea sowie ein ausgedehnter Besuch des Offenen Tierheims in Sisteria.
Das öffentliche Tierheim in Oradea wurde ebenso wie das Offene Tierheim von Robert Smith gegründet und betrieben. Seit einigen Jahren läuft es jetzt unter der Regie der Stadt Oradea. Es sieht sauber und ordentlich aus – aber man merkt sofort, dass die Angestellten dort nur ihren Job machen. Empathie für die Hunde sucht man vergebens. Es ist auch unklar, was mit den Hunden geschieht.
Das Offene Tierheim in Sisteria wird schon jetzt durch den ITV Grenzenlos unterstützt. Im letzten Jahr wurde dort – vom ITV Grenzenlos finanziert – eine neue Station gebaut, wo ca. 30 Hunde Wetter geschützt leben können. Hier sollen die Hunde untergebracht werden, die für die Vermittlung durch unseren Verein vorgesehen sind. Außerdem wird eine Kraft privat durch Dr. Helga Körnig bezahlt.
Da sich Robert Smith teilweise aus der Finanzierung des Offenen Tierheims zurückziehen will, hat der Vorstand des ITV Grenzenlos am 24.11.2016 beschlossen, einen monatlichen Beitrag von 800 Euro zur laufenden Finanzierung ( das sind ca. 10 000 € ) zu leisten, um damit zum Fortbestand des Offenen Tierheims beizutragen. Dass das Offene Tierheim angesichts der noch immer sehr schlimmen Verhältnisse in Rumänien unbedingt weiter existieren muss, hat auch dieser Besuch in Rumänien wieder gezeigt.
Es wird derzeit ein Vertrag zwischen dem Verein von Robert Smith – FPCC – und dem ITV Grenzenlos erarbeitet, in dem ein konkretes Projekt, das der ITV künftig innerhalb des Offenen Tierheims finanzieren wird, abgegrenzt wird.

Rumänien

Mit Robert Smith, seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Rumänien, insbesondere in der Region Bihor, verbindet den ITV Grenzenlos eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit. Der ITV Grenzenlos unterstützt sein Ziel, durch "neuter&return" die Zahl der Straßenhunde zu reduzieren. Die unzähligen Streuner auf Rumäniens Straßen sind immer wieder Opfer von öffentlichen Todesrazzien und grausamen Verfolgungsaktivitäten mit der Absicht, die frei lebenden Hunde in den Ortschaften auszurotten. Aber ihre Zahl ändert sich durch diese Gewalttaten nicht; denn immer wieder wandern neue Hunde ein und besetzen die Plätze der getöteten Tiere.

Seit Jahren sind in Rumänien Tierschützer aktiv, die das täglich bedrohte Leben der Streunerhunde retten. Es wurden Tierheime von gigantischen Ausmaßen - wie in Pitesti - gebaut, in denen Tausende von Hunden untergebracht sind. Viele dieser Tiere wurden und werden nach Deutschland u.a. Länder Mitteleuropas transportiert, um ihnen ein beschütztes Leben frei von Furcht und Hunger zu bieten.

Auch der ITV Grenzenlos nimmt oft Hunde aus Rumänien auf, um sie in Deutschland zu vermitteln.

Mehr erfahren... pro-ro-smith.pdf



Bihor

Robert Smith  ist verantwortlich für ein groß angelegtes Kastrationsprojekt in Bihor. Er hat 2001 die Stiftung "Fundatia pt.Protectia Cainilor Communittari(FPCC) gegründet und wurde ihr Präsident. Ziel der Stiftung ist die Umsetzung von "neuter and return"- eine Strategie zur Rettung der Streunerhunde, die auch von der "World Health Organisation" und der "World Society for the Protection of Animals" propagiert wird. (www.fpcc.ro) .


Stiftung "Fundatia pt.Protectia Cainilor Communittari (FPCC)
    Bericht lesen



In großer Sorge um die Tierheim- und Straßenhunde in Oradea/Rumänien

Das Tierheim von Oradea, 2004 von drei englischen Tierschutzvereinen gegründet und später von Robert Smith finanziert, wurde zum 1. September 2012 der Stadt Oradea übereignet, nachdem die Stiftung FPCC unter Leitung von Robert Smith die finanzielle Förderung aufgekündigt hatte. Hierzu hat Robert Smith auf einer Pressekonferenz am 29. August 2012 eine Erklärung abgegeben:


pro-fpcc-oradea-en.pdf

pro-fpcc-oradea-de.pdf

pro-fpcc-kostenuebersicht.pdf


Obwohl sich das in der gesamten Region von Bihor mit der Hauptstadt Oradea seit 2004 durchgeführte "Neuter & Return"- Programm- ein beispielgebendes Projekt für ganz Rumänien - als außerordentlich erfolgreich und stabil erwiesen hat, hat die rumänische Regierung bisher den Vorschlag für ein nationales "Neuter & Return"-Programm abgelehnt. In zahlreichen Städten Rumäniens herrscht wieder oder immer noch die "Catch & Kill"- Politik. Grausame Razzien zur Tötung von Straßenhunden finden vor allem in der Hauptstadt Bukarest statt. Unterstützt nun auch die Stadt Oradea diese zum Scheitern verurteilte Politik, obwohl das rumänische Verfassungsgericht sie für rechtswidrig erklärt hat? Das Gesetz vom 10. September 2013 hat das Massaker der Straßenhunde überall in Rumänien legalisiert (s. dazu das Video "Hundemord in Rumänien" von Claudia Buthenoff-Duffy unter "Informationen").
Alle Verhandlungen mit dem Bürgermeister von Oradea seit einem Jahr mit dem Ziel, eine kooperative Lösung zu finden (Robert Smith hat der Stadt eine Förderung von 8 000 € monatlich zur Erhaltung des Tierheims, inklusive freie Kastrationen, freie Impfungen, freie Adoptionen, Fortführung des laufenden Schul- und Bildungsprogramms bei offenem Zugang zum Tierheim angeboten), scheiterten. Die Stadt - übrigens eine relativ reiche rumänische Stadt - zog es vor, künftig monatlich sogar 11 000 € an eine kommunale Firma (ADP) zu zahlen, die beauftragt wurde, das Tierheim zu betreiben und für das Einfangen von Streunern zu sorgen. Kastrationen, Impfungen und Adoptionen sollen Hundebesitzern nur noch gegen Gebühren angeboten werden. Der bislang offene Zugang zum Tierheim wurde bereits gesperrt (s. dazu den Brief des ITV Grenzenlos an BM Illie Bolujan vom 29. Mai 2014 unter "Informationen").


Brief an BM Bolojan brief_an_bm_bolojan.docx


Robert Smith hält sein Angebot trotz allem aufrecht!  Es geht ihm darum, dass die Stadt endlich eine Mitverantwortung für die streunenden Hunde übernimmt und somit in die Pflicht genommen wird.

Im Tierheim von Oradea wurde 2013 damit begonnen, Hunde zu töten. Robert Smith übernahm daraufhin immer wieder Hunde aus Oradea ins Offene Tierheim. Dort wurde schnell festgestellt, dass die Hündinnen aus Oradea miserabel kastriert worden waren. Sie hatten schlimme Entzündungen und mussten zum Teil erneut operiert werden.

Im "Offenen Tierheim" steigt die Zahl der dort lebenden Hunde stetig an: durch die Aufnahme von Hunden aus Oradea, durch die Übernahme von Todeskandidaten aus anderen Orten und durch Entlastung von hoffnungslos überfüllten Tierheimen, z.B. in Bukarest. Den Hunden im "Offenen Tierheim" stehen jetzt nur 23 ha Wildnis zur Verfügung. 2/3 des 64 ha großen Areals werden für den Anbau von Getreide, Kartoffeln und Trüffel genutzt, um auf diese Weise eine Selbstversorgung des "Offenen Tierheims" zu ermöglichen.

Der ITV Grenzenlos hat bereits mit Unterstützung durch den von Alida Gundlach gegründeten Tierschutzverein tierwork (www.tierwork.de) und mit Hilfe von zahlreichen Tierfreunden und Tierfreundinnen von Oktober 2012 bis März 2014 mehr als 200 Hunde gerettet und in Deutschland vermittelt. Immer wieder können einzelne Tiere nach Deutschland und auch nach Holland vermittelt werden. Allerdings steigt die Zahl von  Hunden im "Offenen Tierheim" ständig an, weil immer wieder Hunde aus anderen Gegenden Rumäniens dort Aufnahme finden. Ende 2013 hat der ITV Grenzenlos dafür gesorgt, dass aus dem Bukarester Tierheim von Rudi Hofmann 20 Straßenhunde nach Sisterea gebracht wurden, um das Tierheim von Rudi zu entlasten. Die veterinärmedizinisch gut versorgten und vor allem kastrierten Hunde suchen alle ein Zuhause. Aber nur die freundlichsten und menschenbezogenen gesunden Hunde sind  für eine Vermittlung in Deutschland oder anderen mitteleuropäischen  Ländern geeignet.

Einige  dieser gut vermittel- und erziehbaren Hunde finden Sie unter " Unsere Hunde" in dieser Homepage.

Die Situation in Rumänien ist eskaliert: Das neue Gesetz erlaubt es allen Städten, frei lebende Hunde einzufangen, in Auffanglagern zu horten, um sie schließlich zu töten, bzw. verhungern zu lassen. Es gibt unglaublich brutale Szenen, über die auch die Medien berichten, vom Alltag des Massenmords an den Hunden. Die Proteste insbesondere gegenüber der Europäischen Union wachsen an. Es geht insbesondere um die undurchsichtigen Zuschüsse, die Rumänien für diverse Projekte erhält und keine Rechenschaft darüber ablegt. Die EU ist nicht in der Lage, den Verbleib der Mittel zu kontrollieren, so dass davon auszugehen ist: auch der Hundemord wird damit finanziert.
Ein Brief von finnischen Tierfreunden ist nur ein Ausschnitt aus der Vielfalt von Protestschreiben an Politiker und Verwaltungen der EU.


Brief der finnischen Tierfreunde 2014-01-letter.pdf


Die Situation in Rumänien ist infolge der neuen Gesetzgebung und Gerichtsentscheidung dennoch Anfang 2014 unhaltbar geworden. Tierschützer  gehen gegen die Massentötungen an, die meisten Tiere jedoch sterben einen qualvollen Tod.



Salonta

Der ITV Grenzenlos engagiert sich im kleinen Tierheim von Salonta. Dort wurde die Einrichtung einer Klinik gefördert. Zur Prüfung weiterer Förderungsmöglichkeiten in Salonta unter der Leitung von Carol Laszar fand im September 2013 eine Reise statt. (s. Reisebericht) Die Entwicklung in Salonta wird positiv beurteilt. Der Bürgermeister steht hinter dem Projekt.

Eine zweite Reise von Mitgliedern des ITV Grenzenlos fand vom 20. April bis 29. April 2014 statt. (s. Reisebericht)

In Salonta konnten sichtbare Verbesserungen und Verschönerungen des Tierheims festgestellt werden. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer beschäftigen sich mit den Hunden, und auch Vermittlungen vor Ort kommen vor. Der ITV Grenzenlos hat geholfen, die kleine Klinik einzurichten und finanziert eine Angestellte. Das Tierheim in Salonta ist ein Muster -Beispiel für dringend notwendige Tierheime in den Kleineren Ortschaften, um den Streunern endlich ein Heim zu bieten.



Bukarest

In Bukarest gibt es neben 3  städtischen Auffanglagern ein privates Tierheim: das "Dog Rescue Shelter", das von Rudolf Hofmann und seiner Frau Garofita geführt wird. Infolge der vielen bedrohten Hunde ist es überfüllt und bedarf auch dringend einer Grundsanierung. Es fehlt an allem. Rudi fehlt die Zeit und das Geld, um mehr daraus zu machen. Er engagiert sich vor allem als Tierarzt und Tierheimleiter. Als der Bürgermeister von Braila signalisierte, dass er die Hunde im Auffanglager nicht töten lassen würde, wenn jemand hilft, die Hunde kastriert und für Unterkunft und Vermittlungen sorgt, half Rudi auch hier. Ausländische Tierschützer unterstützen das Vorhaben. (s. Schreiben des BM als Antwort auf eine Mail des ITV Grenzenlos an ihn)

braila.docx

Mit Priorität hat Rudi Hofmann eine größere Tierklinik ausgebaut und eingerichtet. Der ITV Grenzenlos half, medizinische Geräte und Materialien zu besorgen und brachte einen Teil der Sachen am 22. April 2014 mit nach Bukarest.Einige der kastrierten und freundlichen Hunde finden im mitteleuropäischen Ausland ein Zuhause.

Eine rumänische Fernsehmoderatorin, Cristina Topescu, die die Repräsentanten des ITV Grenzenlos in Bukarest kennen lernten, kümmert sich um Straßenhunde und versorgt sie. Immer wieder entdeckt sie hilflose Tiere, die angefahren wurden oder nicht gefüttert werden. Sie nimmt viele der Hunde zu sich, lässt sie kastrieren und impfen und bemüht sich um ihre Rettung nach Deutschland. Einige dieser z.T. sehr anhänglichen und absolut freundlichen Tiere hat auch der ITV Grenzenlos nach Deutschland kommen lassen. Sie wurden schnell adoptiert. Diese Hunde konnten den Tierfängern entkommen – im Übrigen herrscht in Bukarest Krieg gegen die meistens harmlosen Hunde.

 Ein Machtwechsel, der durch die Wahlen am  16. November 2014   stattgefunden hat, läßt hoffen, dass der Amoklauf gegen die Streunerhunde wieder aufhört. Staatspräsident Klaus Iohannis ist ein Tierfreund und hat sich bereits öffentlich gegen die Hundemassaker geäußert.



© 2015 ITV Grenzenlos e.V.