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Spanien

Menorca (Balearen)

Die Tierschutzarbeit des ITV Grenzenlos, insbesondere der Vereinsgründer begann vor Jahren auf Menorca, einer spanischen Balearen-Insel. Dort gab es zu der Zeit noch viele ausgesetzte Hunde, die den Touristen nachliefen und um Futter bettelten. Nach der Saison wurden sie von den städtischen Hundefängern eingefangen und getötet. Unzählige "entsorgte" Podencos verhungerten auf dem Campo. Es war üblich, die unerwünschten Welpen ins Meer oder in den Müllcontainer zu werfen.
Als auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung von Dr. Helga Körnig und Eckhard Reis das erste Mal wilde Katzen von Dr.Susanne Hupka und Dr. Vera Senatore kastriert wurden, war das der Beginn einer Wende. Deutsche, Engländer und andere auf Menorca eingewanderte Ausländer gründeten zusammen mit spanischen Tierfreunden einen Verein und begannen damit, das vorhandene Auffanglager in der Hauptstadt Mahon in ein Tierheim umzuwandeln. Ein zweites Tierheim wurde auf Drängen der Tierschützer in Ciutadella gebaut und vom Inselrat finanziert.
Heute werden beide Tierheime von Pächtern geleitet, und die Hunde und Katzen werden gut versorgt. Tierschützer engagieren sich für die Vermittlung der Tiere auf der Insel und werben dafür in den Medien. Für die Kastration der zahlreichen Katzen und den Transport vieler Hunde nach Deutschland sorgt die deutsche Tierärztin Dr. Nicola Siemers, die den Verein "Tierhilfe Menorca e.V." www.tierhilfe-menorca.de gegründet hat. Im November 2009 fand eine große Katzenkastration, die durch den ETN finanziert wurde. Das Tierärzte-Team des ETN kastrierte 400 Katzen aus allen Ortschaften der Insel. Sehr viele Tierschützer beteiligten sich am Einfangen und wieder Aussetzen der Tiere. Das ist ein Fortschritt! Dennoch ist die Situation unbefriedigend. Denn es werden immer noch gesunde Tiere in den Tierheimen getötet, einfach weil es zu viele sind und weil viele ältere und große Hunde nicht vermittelbar sind. Das Aussetzen, bzw. inzwischen auch die Abgabe von lästig gewordenen Tieren, insbesondere Welpen, übersteigt immer noch die Aufnahmekapazität der "acogidas" und die Vermittlungsmöglichkeiten.
Hier müssen die Tierschützer und Tierärzte Überzeugungsarbeit leisten und für die Kastration der eigenen Haustiere eintreten. Mehr Einsicht der Bevölkerung und ein stärkeres Verantwortungsbewußtsein für das eigene Tier ist erforderlich, um auf der Insel den Tierschutz "ins Lot" zu bringen und endgültig das Euthanasieren einzustellen. Das Tierschutzgesetz der Balearen spricht nicht dagegen.
Der ITV Grenzenlos hat Starthilfen gegeben und ist auf Menorca nicht mehr tätig. Seit einigen Jahren haben sich auf der ganzen Insel Tierschützer formiert und in Eigeninitiative oder mit anderen zusammen in Vereinen private Tierheime gegründet. So wie Margarita auf dem Campo in Ciutadella ein kleines Katzenasyl betreibt, machen es viele.

margerita

Ihr steht ein großes Gelände mit einem ausreichend hohen Zaun zur Verfügung, auf dem sie die ca. 50 bis 60 Katzen halten kann. Freunde haben dafür gesorgt, dass sie zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere hat, kranke Katzen isolieren und kleine Tiere aufpäppeln kann. Die Katzen, die sie aufnimmt, kommen aus der “acogida”, werden abgegeben oder auf den Straßen gefunden. Sie werden auf ihre Kosten versorgt. Um das Gelände herum streunern weitere 30 Katzen, die von ihr gefüttert werden. Die “Protectora d'Animals de Ciutadella” unterstützt sie; die Stadt Ciutadella zahlt gelegentlich etwas dazu. Die Kastrationen werden in Mahón von Nicola Siemers durchgeführt. In der Hauptstadt Mahón wurde ein neuer Verein gegründet, der ein privates Tierheim insbesondere für die Unterbringung von Katzen bauen will.

Margarita in ihrem Katzen Refugium mit rd. 60 Katzen



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